• extremophilie

    [lat. extrem "äußerst" und griech. philos "Vorliebe"]
    Als extremophil werden Organismen bezeichnet, die sich extremen Umweltbedingungen angepasst haben, die im allgemeinen als lebensfeindlich betrachtet werden.
  • Wortfetzen

  • Ombra

    "Einen Musiker zu bitten, sein Instrument in der Hand halten zu dürfen, das ist, als würde man einen Mann bitten, seine Frau küssen zu dürfen. Nichtmusiker verstehen das nicht. Ein Instrument ist wie ein geliebtes Wesen."

    -Kvothe in Der Name des Windes-

# 59

Ist doch komisch wie es manchmal läuft. Jeglicher Kontakt war feindseelig, voller Angriffslust. Und dann aus einer einfachen höflich formulierten Frage wird eine Witzelei, wird eine Entschuldigung, wird ein nettes Gespräch. Nachfragen und Erzählen. Interesse wird geweckt und man lernt doch völlig andere Seiten einer Person kennen. Man erfährt einiges und findet Gemeinsamkeiten. Verrückte Welt.

Heute haben Schatz und ich Verblendung nochmal in Ruhe und komplett angesehen. Ich glaub ich muss das Buch nochmal lesen, denn vieles hatte ich kaum noch im Kopf oO Ich habs allerdings auch gelesen als es mir ziemlich scheiße ging, vielleicht lag es daran. Schatz hats verschlungen, hat in wenigen Tagen auch Verdammnis durchgelesen und hat heute Vergebung angefangen.

Ich hab heute eine Mail an Binus geschickt, anrufen ging nicht, und nach dem Stand der Dinge gefragt. Ich hoffe so sehr es kommt etwas positives zurück. Ich glaub mit A. und T. wäre es auch richtig witzig zusammen zu arbeiten. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden am Montag.

Heute hab ich viel hin und her überlegt. Mit meinem Vater hab ich seit einiger Zeit doch wieder Kontakt. Nicht mehr jeden Tag aber oft und es ist in Ordnung. Ich vergesse etwas zu sehr dass es auch für ihn nicht leicht ist es gut unter einen Hut zu bekommen mehrere hudnert Kilometer entfernt noch ein Kind zu haben. Dann der Suizidversuch seiner Tante, seine kranke Frau…. es bleibt zwar trotz allem dabei dass er sich mies verhalten hat aber das gilt auch zum Teil für mich.  Und ich kanns nur immer wieder sagen: 20 jahre sind 20 Jahre. Die lassen sich nicht aufholen. Ich glaube mein persönliches Problem ist dass sich immer wieder die Erinnerungen aufdrängen. Die Fragen von damals und das nicht Verstehen. Ich bin in dem Glauben aufgewachsen dass mein Vater sich nicht für mich interessiert. Dass er einfach weg war und uns alleine gelassen hat als ich ein Baby war. Das nagt nach wie vor an mir und die Frage wieso er sich nicht gemeldet hat wieso er die Angst nicht einfach überwinden konnte wie ich es auch letztes Jahr tat als ich ihn ausfindig gemacht und kontaktiert habe.

Das muss immernoch alles langsam wachsen und sich aufbauen. Ich hab mir wohl 20 Jahre einfach zu sehr einen Vater gewünscht der auch einfach voll und ganz Vater ist. Neben vielen Fragen sind 20 jahre auch eine verdammt lange Zeit um sich etwas in den buntesten Farben auszumalen und wenn dann etwas nicht der Wunschvorstellung haargenau entspricht ist das enttäuschend. Es bleibt eine schwierige Situation.

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4 Kommentare

  1. 20 Jahre sind verdammt viel Zeit für eine blühende Phantasie!
    Ich hoffe, deine Enttäuschung, dass dein Vater nicht so ist wie du ihn dir vorgestellt hattest war nicht so groß…

    Hmm…. Ich wünsch dir einfach, dass du jetzt ein gutes Verhältnis zu deinem Vater bekommen kannst. Das er irgendwann einfach dein Vater ist und wenigstens annähernd so, wie ein Vater sein sollte.

    Antworten
  2. mysyncope

     /  Juli 2, 2011

    Ich liebe Stieg Larsson. Obwohl ich die Bücher sehr eigenwillig geschrieben finde, mir die Filme fast besser gefallen, muss ich zugeben. Sehr, sehr gut. Das mit deinem Vater finde ich schon heftig, 20 Jahre kann man niemals aufholen, da hast du Recht, nicht deine ersten Schritte, nicht dein erstes Wort, nicht deine Einschulung, das hat er alles verpasst. Aber er ist feige. Und vielleicht sieht er es sogar ein, das entschuldigt nichts aber erklärt etwas. Und Wunschvorstellungen in der Situation sind völlig normal und angemessen. Nur reinsteigern ist nicht gut.

    Gib auf dich Acht.

    Antworten
  3. Das werde ich, danke.

    Antworten

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